Samstag, 12. Dezember 2015

Richtig Fragen – aber wie?

Interviews richtig führen, aber was muss ich fragen?

In Interviews kann man vieles falsch machen. Häufige Fehler beim Fragen sind:
             - Zu lange Fragen
             - Zu komplizierte Fragen
             - Eintönige „W-Fragen“
             - Doppelfragen
             - Zu wenige Fragen (Interviewpartner redet zu lange)
             - „Samtpfötige“ oder „Bulldozer“ Fragen: Unterbrechungen retten oftmals Interviews; Höfliches Nachfragen hilft, um zu einem Ergebnis zu kommen.

Es existieren verschiedene Fragearten an denen wir uns orientieren können.

Offene Frage (Eingangsfrage): Was wissen Sie über Fragen?

Geschlossene Frage: Ist das eine Frage?

Bestätigungsfrage: Meinten Sie das so?

Alternative Frage (Entscheidungsfrage – Sowohl-als-auch-Antwort verhindern):
Welche Fragen halten Sie für ergiebiger: offene oder geschlossene?

Gründe-Frage: Warum?

Frage mit Balkon: Fragen sind wichtig für ein Interview (<-Balkon: Information zum Verständnis der Frage), was halten sie davon?

Oft reden sich Interviewpartner raus und versuchen auszuweichen. Manche wiederum haben auch einfach keine Erfahrung mit Interviews und schwafeln ohne es zu merken drum herum. Hier muss man, um am Ende das richtige Interview oder den richtigen O-Ton zu bekommen nachhaken oder nachfragen. Doch wie?

          - Dieselbe Frage: Bitte noch einmal ganz klar…
          - Ausweichende Antworten: Sie haben gesagt …
          - Frage präzisieren.
          - Gewonnene Eindrücke präzisieren.
          - Wiederholung von der Frage und der Antwort: Ich habe das gefragt. Sie haben jenes geantwortet. Warum weichen Sie aus?


Quelle: Axel Buchholz, in: Radio-Journalismus, 9. Aufl. 2008 – Auszug, www.radio-journalismus.de


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