Samstag, 12. Dezember 2015

Die Reportage - ein persöhnlicher Blick in die Tiefe



Die Reportage hat als journalistische Form im Fernsehen eine Renaissance erlebt. Auch wenn sie in ihrem Format (min. 3min) nicht für klassische Nachrichtensendungen geeignet ist hat sie Formaten den Tagesthemen und verschiedenen Journalen ihren Platz.

Die Reportage unterscheidet sich zum Bericht vor allem in ihrer Betrachtungsweise. Ein Bericht gibt einen möglichst allgemeines und umfassendes Bild. Eine Reportage selektiert und fokussiert sich auf einen Aspekt und betrachtet diesen genauer. Beide verhalten sich zueinander wie Flutlicht zu Scheinwerfer. Ein Bericht über einen Bundesparteitag stellt z.B. den Vorsitzenden in den Mittelpunkt, wird Ausschnitte von den Reden aller Beteiligten und die wichtigsten Themen zeigen. Ein Report zum selben Thema könntet sich z.B. auf einen Delegierten konzentrieren und diesem einen Tag lang folgen.

Eine Reportage zeigt ein Beispiel. Sie ergänzt Nachrichten und Berichte, ersetzt diese aber nicht. Ein wichtiges Element der Reportage ist der  O-Ton (Originalton). Der Reporter lässt Menschen zu Wort kommen, erzählen, reagieren. In der Reportage sprechen normale Menschen über persönliche Dinge. Der Reporter kann als Fragesteller sichtbar sein; schließlich ist es seine Handschrift, die den Beitrag prägt. Mitunter werden solche Situationen auch nachgestellt, um einem Beitrag Reportagecharakter zu geben. Gelegentlich wird der Reporter gezeigt, wie er seinen Text (meist gehend) in die Kamera spricht. Dieses Konzept wurde in den USA entwickelt, soll die Aufmerksamkeit für die Szene steigern und sollte sparsam eingesetzt werden.


Mehr: http://www.onlinejournalismus.org/programme/lsm/gebaute_reportage.pdf

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