Samstag, 12. Dezember 2015

Die Five Shot Regel

Die Five Shot Regel fordert, dass man eine Szene immer aus mindestens fünf Einstellungen dreht. Diese Regel hilft gemeinsam mit den fünf W Fragen „Wer“, „Was“, „Wann“, „Wo“, Warum“ immer genug Material für den Schnitt aufzunehmen.
Folgendes Beispiel verdeutlicht die Regel. Gefilmt wird eine Bäcker beim Kneten des Teigs, dabei werden folgende Einstellungen aufgenommen:

  1. Die komplette Backstube, in der der Bäcker steht und den Teig knetet. (Halbtotale)
  2. Das Gesicht des Bäckers beim Kneten des Teigs. (Nah oder Groß)
  3. Die Hände des Bäckers, wie sie den Teig kneten. (Detail)
  4. Bäcker beim Kneten, seitlich von der Hüfte aufwärts gefilmt. (Halbnahe)
  5. Eine freie Einstellung: Zum Beispiel ein Blick über die Schulter des Bäckers auf das Kneten.
Nun kann man anhand der Einstellungen die W-Fragen beantworten. Einstellung 2 beantwortet das "Wer", Einstellung 1 das "Wo", Einstellung 3 das "Was".  Das Abarbeiten der Fragen macht zugleich deutlich, dass man für die Fragen "Wann" und "Warum" weitere Szenen benötigt. Möglich wäre dafür beispielsweise eine Außenaufnahme der Bäckerei im Morgengrauen, in der die erste Menschen bereits vor der Türe Schlange stehen.

Natürlich sind die Five Shots kein Dogma, aber sie bieten eine gute Möglichkeit immer ausreichend Material für einen Film zu haben.

Quelle: redgo.tv

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