Samstag, 12. Dezember 2015

Bildsprache

Das Ziel: Bild, O-Töne und Text sollen in fester Beziehung zueinander stehen

Aussageangebot:
Durch Bilder wird dem Betrachter ein Angebot gegeben, der Betrachter muss die Aussage selber interpretieren. Durchdachte Bilder helfen dabei die Interpretation des Betrachter zu lenken

Aussagewunsch:
Die Gestaltung eines Bildes liegt in der Einschränkung nicht alles zeigen zu können, daraus ergibt sich jedoch die Ausschließlichkeit. Je größer die Ausschließlichkeit, desto geringer ist die Eigeninterpretation des Betrachters. Gezielte Weitergabe von Informationen wird so ermöglicht.
Deswegen ist es wichtig, genau zu wissen was Ausgesagt werden soll.

Orientierung des Zuschauers:
Was kann vorausgesetzt werden, was weiß der Zuschauer bereits.
Müssen Hintergrundinformationen erst gegeben werden, oder sind diese bereits vorhanden.  Wichtig, damit der Fokus auf das wesentliche gelenkt werden kann.
Wenn ein Mangel an Hintergrundinformationen vorhanden ist, gibt dies zu viel Raum für Eigeninterpretationen

- Horizontbildung durch informationen über Raum und Zeit (Intro, Stadt, Tag/Nacht, Straße, Wohnung, Wald/Strand)
- Horizontbildung durch begriffliche Einstellungen: Text wird als Orientierung zum Bild gegeben (Nahaufnahme Kindergesicht, Text sagt Schule), Bildbegriffe wie Olympiaringe ebenso möglich
- Emotionelle Horizontbildung, Anspielung auf Assoziationen wie Farben, Licht

Bildeinstellung unabhängig vom Inhalt geben weitere Möglichkeiten den Zuschauer in seiner Wahrnehmung zu lenken.
Vogelperspektive gibt überblick, Herabschauendes erniedrigt
Nahaufnahmen erzeugen Neugierde, Weitwinkel Desinteresse


Quelle: www.onlinejournalismus.org/programme/lsm/bildsprache.pdf

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